Vergessene Schönheiten
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Nachricht von:
Forum Freising
Neufahrn, 01.06.2011 12:00 |
 Nostalgisch ist auch das Titelblatt des Bildbandes, mit dem Werner Berlinghof der Ästhetik früher Christbaumständer nachspürt. mm/ Foto: M. Mayer (mm) · Nicht jeder hat einen Blick für die Schönheit alter Gebrauchsgegenstände. Der Sammler Werner Berlinghof schon. In einem eben erschienenen Buch zeichnet er mit über 100 farbigen Abbildungen die Entwicklung des Christbaumständers durch vier Jahrhunderte nach. Der „Schuh des Weihnachtsbaumes“ hat sich vom groben Holzklotz etwa um 1650 über das schlichte Balkenkreuz entwickelt zu phantasievollen, zum Teil recht filigranen Ständern aus Bandeisen oder Guss. Der Höhepunkt war erreicht in den Musikwerken von C. Eckhardt-Kalliope und Symphonion, die ab 1856 in Mode kamen. Diese Musikwerke sind mechanische Meisterstücke, Produkte höchster Handwerkskunst. Die dargestellten 128 Exponate befinden sich in Werner Berlingshofs Besitz. Was ihn motiviert hat dieses Buch herauszugeben, beschreibt der in Neufahrn lebende Sammler so: „Christbaumständer sind heute im Wesentlichen nur noch Gebrauchsgegenstände. Die Menschen haben kaum mehr Information über die Ästhetik der früheren Zeit. Ich bringe meine Sammlung in das Buch ein, um diese Vergangenheit zu dokumentieren.“ Wer in dem Folianten blättert findet Jugendstil-Elemente, nette Reime, die wohl an Kinder adressiert waren, Gebete, Liedzeilen, Pflanzenornamente, Zwerge und andere fantasievolle Verzierungen mehr.
Die Gliederung des Buches ordnet die gezeigten Exponate den Werkstätten zu. Zu bekommen ist „Christbaumständer" von Werner Berlinghof bei "Bücher Bernhard" in der Bahnhofstraße 39, Neufahrn. Zu bestellen auch unter der ISBN Nummer 3 – 9803689 – 2 -0. Der Preis ist 64 Euro. |
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