Bayerns größter Freizeitpark soll kommen
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Forum Freising
Neufahrn, 21.06.2011 12:00 |
 Ob’s so aussehen wird? Am 30. Juni präsentiert das Initiativteam der Bevölkerung die Details des geplanten Freizeitparks bei Neufahrn, der dann der größte Bayerns werden soll. Falls der geplante „Bavaria-Park“ im Norden der Gemeinde Neufahrn realisiert wird, dann bedeutet dies den größten Entwicklungsschritt der Kommune in den vergangenen Jahrzehnten. 18 Hektar Fläche, 300 Millionen Euro Investitionsvolumen, 500 neue Arbeitsplätze, zwei Millionen Besucher pro Jahr: dies sind die beeindruckenden Rahmendaten des Projektes, das bis gegen Ende 2014 eine deutschlandweit einzigartige Touristenattraktion sein möchte.
Am Donnerstag, 30. Juni, wollen die Planer allen interessierten Bürgern um 19 Uhr in der Alten Halle, Fürholzer Weg 7, darlegen um was es geht beim Thema Freizeitpark. „Offen, authentisch, emotional“, so wirbt das mit der Entwicklung befasste Initiativ-Team um Sympathie für den Themenpark, der unter einer schützenden Hülle ganzjährig geöffnet sein soll und damit „365 Tage Spaß an der Freud’ verspricht. Und das übrigens bei freiem Eintritt. Bezahlt werden soll nur für die Nutzung der Attraktionen und Angebote. Was geboten wird hat alles in der einen oder anderen Weise mit Bayern zu tun, will Kultur und Lebensart vermitteln „im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne“. In einer Mitteilung der „BavariaWorld“ gerät Thomas Neff, Sprecher des Initiativ-Teams, ins Schwärmen. Bayerische Lebensfreude soll da bei Mintraching für Besucher aus aller Welt „erlebbar und greifbar“ gemacht werden.
Die Rede ist von einer „Zeitreise durch das historische Bayern vom originalen Brauchtum bis hin zu zukünftiger Hightech des Freistaates“. Im Kultur-Bereich will man Musik- und Theater-Bühnen durch die berühmte „zünftige Wirtshaus-Gastronomie“ ergänzen. In einem Freizeit-Bereich ist gedacht an ein „Nostalgie-, Spiele- und Kinder-Viertel sowie drei interessante Themenhäuser“. Zwei Themen-Hotels sollen die Gäste aufnehmen. Natürlich darf der Besucher auch Waren „original aus dem Herkunftsland Bayern“ einkaufen und als Souvenir mit nach Hause nehmen.
Woher das viele Geld für die Investition kommen soll legt „Bavaria World“ noch nicht ganz so detailfreudig dar. Die Rede ist von einem Investoren- und Betreibermodell ohne Beteiligung der Gemeinde. Drei Jahre lang haben Grundstückseigentümer, Projektentwickler und Gemeinde verhandelt, erklärt Bürgermeister Rainer Schneider. Wirtschaftsministerium, Staatskanzlei und die Regierung von Oberbayern waren involviert. Das für den Bavaria-Park vorgesehene Areal liegt westlich des bestehenden 32 Hektar großen Gewerbeparks Römerstraße und erweitert diesen. Das bereits realisierte Gewerbegebiet ist bis auf eine noch freie Fläche von sechs Hektar weitgehend mit Logistik und einem Multiplex Kino belegt.
Zum neuen Themenpark ist bisher noch nichts entschieden. Es gebe lediglich einen Gemeinderatsbeschluss, dass man dem Projekt positiv gegenüber stehe und eine öffentliche Diskussion befürworte, teilt Schneider mit. Das Planungsverfahren ist also noch nicht eingeleitet. Zweifellos könnte die 20000 – Einwohner- Gemeinde Neufahrn eine deutliche Aufstockung der Gewerbesteuereinnahmen dringend gebrauchen. Für Schneider ist das aber nicht der maßgebliche Grund das Projekt zu unterstützen. Ihm geht es darum Attraktivität für Neufahrn und die Region zu schaffen, um die 500 neuen Arbeitsplätze und die näher rückende Option auf einen zweiten S-Bahn-Stopp in Höhe Gewerbepark. „Neufahrn ist bislang überregional nur aus den Staumeldungen im Radio vom Neufahrner Kreuz bekannt“, sagt der Rathauschef, „das würde sich ändern“. Der Imagewandel beträfe wie er hofft nicht nur die Gemeinde sondern auch ihre Gewerbeansiedlungen. Weil die Erschließung weitgehend über die Autobahn A 92 erfolgen soll sei in Mintraching keine außergewöhnliche Verkehrsbelastung zu erwarten, meint Bürgermeister Rainer Schneider Ein verkehrstechnisches Gutachten von Professor Harald Kurzak liegt dazu bereits vor. Immerhin sind 2400 Pkw-Parkplätze und 80 Busparkplätze geplant. Es gibt da aber auch noch ein „Zuckerl“ für die Gemeinde: Der „Bavaria-Park“ soll eine Stiftung zugunsten allgemeiner Jugendarbeit auflegen. Die Hälfte der Einnahmen wäre für die Jugendarbeit in Neufahrn gedacht. |
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