Das vorzeitige Aus für "Carmen"
|
Nachricht von:
Forum Freising
Moosburg, 06.12.2011 12:00 |
 Unter den neuen Rahmenbedingungen schlichtweg nicht durchführbar. Die Oper „Carmen“ auf dem Moosburger Plan ist zumindest für 2012 gestorben. Rechts Josef Stettmeier. Der Moosburger Stadtrat hat nach einer erneuten Abstimmung über einen Zuschuss für die „Festspiele Moosburg“ zur Aufführung der Oper „Carmen“ im kommenden Jahr die bereits beschlossenen 25000 Euro zurück gezogen. Bei einem Bedarf von mindestens 60000 Euro Fremdfinanzierung zusätzlich zu den prognostizierten Kasseneinnahmen aus dem Kartenverkauf entsteht eine Finanzierungslücke, die „beim besten Willen nach Kenntnis aller derzeitigen Fakten nicht mehr zu schließen sein wird“, so „Festspiel“-Vorsitzender Johann Stettmeier.
Deshalb hat der Vorstand beschlossen, das Projekt „Carmen, Oper auf dem Plan“ abzusagen.
„Diese Entscheidung fällt uns alles andere als leicht, zumal schon an so vielen Stellen mit sehr viel Herzblut für dieses Projekt gearbeitet worden ist und viele Moosburger auf Grund der bereits gelaufenen Maßnahmen und Kommunikation sich schon sehr auf dieses Ereignis gefreut haben. Wir haben jedoch als Vorstand die Pflicht, die Fakten klar abzuwägen und das Risiko, dass ein Projekt schief läuft oder gar ein signifikanten finanziellen Verlust zur Folge haben könnte, nahezu gänzlich auszuschließen“, so Stettmeier.
Der Finanzplan sei hinsichtlich der Einsparungsmöglichkeiten ausgereizt, maximal wären nach Vereinsschätzung noch 5000 Einsparungspotenzial vorhanden.
Völlig ungeklärt seien überdies noch die Bauhofleistungen, die das Problem ohne Unterstützung durch die Stadt nochmals um bis zu 20000 Euro verstärken würden.
Das Risiko eines finanziellen Verlusts liegt somit nach eingehenden Schätzungen bei rund 50000 Euro, das allein durch den kompletten Verkauf aller Eintrittskarten aufgefangen werden könnte. Dies allerdings kann der Verein nicht seriös voraussetzen.
„Wir sind somit nicht in der Lage, das Projekt mit dem von uns erwarteten Qualitätsanspruch so durchzuführen, dass wir eine Überschuldung des Vereines von vornherein nahezu ausschließen können. Außerdem ist zumindest im Vorstand das Vertrauen, was die Berechenbarkeit und Bereitschaft zur Unterstützung durch den Stadtrat der Stadt Moosburg angeht, erheblich beeinträchtigt worden. Ehrenamtliches Engagement ohne motivierende Rückendeckung ist niemandem zumutbar“, zeigt sich Settmeier mächtig enttäuscht.
Den Mitgliedern will der Vorstand diesen folgenschweren Entschluss euseinander legen: Am kommenden Dienstag, 13. Dezember, findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung um 20 Uhr im Gasthof Huber am Viehmarktplatz statt. Dort soll auch über eine Ersatzplattform für die Aktiven des Opernchors beraten werden, „so dass deren Engagement nicht komplett umsonst war“, schließt Stettmeier. |
weitere Nachrichten Moosburg |