Landwirte für den Trinkwasserschutz aktiv
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Forum Freising
Hallertau, 29.11.2011 12:00 |
 Auf dem Bild interessierte Bewirtschafter auf einer Hopfenfläche von Landwirt Josef Huber; 3. v.r. Bernhard Pichlmaier vom ZV Hallertau, 5. v. l. Werner Rauhögger von der Firma Ecozept. Foto: ma (ma) · In diesem Jahr bauten Landwirte im Wasserschutzgebiet Mainburg auf ihren Feldern verschiedene Zwischenfrüchte nach der Getreideernte und Untersaatmischungen im Hopfen an. Auf diese Weise wollte der Zweckverband Wasserversorgung Hallertau (ZV Hallertau) in Kooperation mit den Landwirten die Eignung der Mischungen vor Ort testen. Die Feldversuche waren ein voller Erfolg. Durch den Anbau der Pflanzenmischungen wird die Gefahr des Stickstoffaustrags in das Grundwasser vermindert.
Seit 2007 schließt der ZV Hallertau mit Landwirten im Wasserschutzgebiet freiwillige Vereinbarungen zur Bewirtschaftung ihrer Flächen ab. Ziel dieser Kooperation ist der langfristige grundwasserschonende Anbau landwirtschaftlicher Kulturen.
Das vom ZV Hallertau beauftrage Fachbüro Ecozept entwickelte deshalb Zwischenfruchtmischungen für Ackerflächen und speziell für den Hopfenanbau geeignete Untersaatmischungen. Die darin enthaltenen Pflanzen binden Stickstoff und tragen zusätzlich zur Humusbildung bei. So wird die Auswaschung von Nitrat aus dem Boden vermindert, und damit die Trinkwasserqualität verbessert.
Die Landwirte Christian Goldbrunner, Josef Huber und Franz Wimmer erklärten sich bereit, die Saatmischungen auf ihren Feldern zu testen. Landwirte, die auch Flächen im Wasserschutzgebiet bewirtschaften, konnten sich bei einem Feldtag die Ergebnisse ansehen und darüber diskutieren. Dabei fand ein reger Erfahrungsaustausch statt. Auch Wassermeister Bernhard Pichlmaier vom ZV Hallertau kam zur Besichtigung: „Diese praktische Vorstellung von Trinkwasserschutzmaßnahmen ist der beste Weg, mehr Landwirte für unser Anliegen zu gewinnen. Ich hoffe, dass solche Maßnahmen bald auf der ganzen Fläche umgesetzt werden“, freute sich Pichlmaier. Nun sind alle Bewirtschafter gefragt, die Zwischenfrucht- und Untersaatmischungen selbst auszuprobieren. „Neben der Vielfalt der zusammengestellten Arten ist es wichtig, dass die Zwischenfrüchte frühzeitig nach der Ernte der Hauptfrüchte gesät werden, damit sie möglichst viel freies Nitrat binden können“ erklärt Werner Rauhögger, Wasserschutzberater von Ecozept. Die Untersaaten im Hopfen sollen ebenfalls Nitrat binden und über eine flächige Begrünung zwischen den Hopfenreihen zur Humusbildung beitragen. Eine wichtige Frage der Demoversuche war, welche Pflanzen mit der Beschattung durch die Hopfenpflanzen zurechtkommen. Diese wurden unter Berücksichtigung ihres Verdrängungsvermögens zu geeigneten Mischungen zusammengestellt (Tief- und Flachwurzler). Getestet wurden dabei verschiedene Untersaatmischungen in Kombination aus abfrierenden und winterharten Arten. Diese und weitere für den Trinkwasserschutz wirksamen produktionstechnischen Maßnahmen werden vom ZV Hallertau im Wasserschutzgebiet Mainburg finanziell unterstützt. |
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