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Touristenattraktion Kastulus-Münster


Nachricht von: Forum Freising
Freising, 19.12.2011 12:00


Die ersten Touristengruppen sind bereits da!
Der Leinberger-Altar im Moosburger Kastulus-Münster ist kaum fertig saniert, da kommen auch schon die ersten kunstinteressierten Gruppen wieder in die Stadt, und das auch noch von sehr weit her: So hat jetzt eine zehnköpfige Gruppe aus Würzburg die Stadt besucht. Unter der Leitung der Kunsthistorikerin Regina Rakow bestaunten die Teilnehmer den Altar. Die Gruppenleiterin zeigte sich dabei äußerst kompetent, wusste, dass der Altar in seiner ursprünglichen Form nicht bemalt war, dass die farbliche Fassung eine Sache des 18. Jahrhunderts gewesen ist. Allerdings war diese Gruppe nur auf der Durchreise. „Wir machen eine Adventsreise nach Landshut“, erklärte Regina Rakow dem FORUM. Aber immerhin bekommt die kunsthistorische Bedeutung der Stadt Moosburg wieder mehr Gewicht nach der Sanierung. Die Menschen machen Station in der Stadt und haben Gelegenheit, den einen oder anderen Euro auch dort liegen zu lassen. Die wirtschaftliche Bedeutung solcher Kunstschätze wie den Leinberger-Altar, den die Gruppenleiterin als eins seiner Hauptwerke bezeichnete, ist nicht hoch genug einzuschätzen, kann aber auf der anderen Seite auch nicht genau bestimmt werden. Zu unterschiedlich sind die Programmgestaltungen der einzelnen Reisegruppen. So lange es nicht gelingt, diese eine längere Zeit in der Stadt fest zu halten wird der Effekt für den örtlichen Handel und die Gastronomie begrenzt bleiben. Das könnte sich aber ändern, wenn das Westportal wieder frei zugänglich wird. Hieran wird in diesen Wochen, begünstigt durch für die Jahreszeit ungewöhnlich mildes Wetter, weiter gearbeitet. Wie berichtet ist hier ein ganzer Friedhof ausgegraben worden. Jetzt wird das ganze Gelände tiefer gelegt. Das bedeutet zwar, dass man zum Westportal, das ja der eigentliche Haupteingang ist, ein Stück hinauf muss, hat aber den unschätzbaren Vorteil, dass die Wände der benachbarten Johanneskirche wieder ein Stück aus dem Erdreich heraus kommen, weshalb sie trockener werden können. Das ist ein altes Anliegen all derer, die sich um den Erhalt der beiden Baudenkmäler Gedanken machen. Der Bauausschuss des Stadtrates hatte das Thema schon vor längerer zeit auf der Tagesordnung. Jetzt wird es konkret.

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