Kontroverse Ansichten zum Gewerbegebiet
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Forum Freising
Freising, 26.01.2012 12:00 |
Es raucht mal wieder kräftig zwischen Langenbach und der Nachbarstadt Moosburg. Wieder einmal geht es um ein Gewerbegebiet, wieder einmal geht es darum, dass Moosburg eifersüchtig darauf wacht, dass die „zentralörtliche Funktion“ der Stadt Moosburg nicht angetastet wird. Langenbach will ein Sondergebiet für einen leistungsfähigen Supermarkt, einen sogenannten „Vollsortimenter“ ins Werk setzen. Im angrenzenden Gewerbegebiet soll ein Drogeriemarkt errichtet werden. Das erste ist in Langenbach vorhanden, nur zu klein und ohne wirkliche Entwicklungsmöglichkeit. Darum hat der Lebensmittelriese „Rewe“ schon länger die Schließung ins Auge gefasst. In der Tat: Mitten im Ort gelegen ist er zwar wunderbar zu Fuß zu erreichen, aber den Wochenendeinkauf macht man eben doch mit dem Auto. Und wenn dann die Parkplätze nicht ausreichen kommt schnell Verdruss auf, von den beengten Platzverhältnissen im Markt selbst die unmittelbar auf die Vielfalt des Angebots durchschlagen, ganz zu schweigen. Zwei Jahre schon ist das bekannt, zwei Jahre ist die Gemeinde Langenbach auf der Suche nach einer Lösung des Problems. Im Ort selbst ist diese beim besten Willen nicht zu finden gewesen. So mussten Verwaltung und Rat notgedrungen auf die zweitbeste Lösung zugehen: Die Aussiedlung aus dem unmittelbaren Ortsbereich. Zwischen Bundesstraße und Bahnlinie, unmittelbar an der Einmündung der Freisinger Straße in die B 11, wurde man fündig. Die Hürden aber waren hoch. Der Kreuzungsbereich muss völlig neu gestaltet werden: Abbiegespuren und Ampeln, letztere auch für Fußgänger. Diese kommen nämlich aus zwei Richtungen. Die ebenfalls geplante Unterführung würde zu Umwegen führen, die keiner macht, was zu „wildem“ Kreuzen der B 11 führen könnte. Die Stadt Moosburg sieht den Supermarkt gar nicht gern, auch wenn dieser keineswegs am Ortseingang von Moosburg her entstehen würde. Gleichzeitig behauptet der Stadtrat, das neue Gebiet sei „nicht angebunden“. Stoff genug also für neuen Streit.
Stadt Moosburg: „Der Stadtrat der Stadt Moosburg weist darauf hin, dass sich das geplante Baugebiet außerhalb des Ortes befindet und somit zu einer weiteren Zersiedelung der Landschaft beiträgt. Der Stadtrat gibt darüber hinaus zu bedenken, dass das Gebiet über eine Verampelung an die dortige B 11 angeschlossen, also über die B 11 erschlossen würde. Dies hätte eine deutlich spürbare Beeinträchtigung der Leichtigkeit des fließenden Verkehrs auf dieser Bundesfernstraße zur Folge. Nachdem durch das geplante Gewerbegebiet auch die mittelzentrale Funktion der Stadt Moosburg betroffen würde, spricht sich der Stadtrat der Stadt Moosburg gegen diese Bauleitplanung der Gemeinde Langenbach aus.“
Gemeinde Langenbach: „Vorliegend ist nicht von einem Verstoß gegen das Anbindegebot auszugehen. Das Baugebiet schließt unmittelbar an die vorhandene Bebauung an.... Es handelt sich um geeignete Siedlungseinheiten. Die Bundesstraße B 11 führrt nicht zu einer Zäsur, die zur Folge hat, dass nicht mehr von einer Anbindung im Sinne des Zersiedelungsverbots gesprochen werden könnte. Auch eine wesentliche Beeinträchtigung der Leichtigkeit des fließenden Verkehrs wird seitens der Gemeinde Langenbach nicht gesehen. Bereits jetzt erfordert der vorhandene Kreuzungsbereich erhöhte Aufmerksamkeit. Auswirkungen dieser verkehrlichen Maßnahme auf die zentrale örtliche Funktion der Stadt Moosburg werden nicht gesehen.“ |
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