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Rauchverbot in der Öffentlichkeit?


Nachricht von: Forum Freising
Freising, 19.01.2012 12:00


Mal schnell eine anzünden - wie lange noch?
Seit Einführung des Rauchverbotes in öffentlichen Räumen sind Raucher gezwungen, ihrem Laster im Freien zu frönen. Egal ob es regnet oder schneit, sieht man Nikotinsklaven vor Krankenhäusern, Kaufhäusern, Geschäften, Wirtshäusern und Büros stehen und an ihren Glimmstängeln saugen. Nichtraucher, vor allem mit Kindern, beschweren sich, weil ihnen beim Betreten eines öffentlichen Gebäudes eine Rauchwolke den Atem nimmt. Sie fordern, dass der Genuss von Rauchwaren an öffentlichen Plätzen und vor öffentlichen Gebäuden verboten wird. Raucher halten dagegen, dass der Genuss anderer Suchtmittel wie Alkohol oder Koffein nicht beanstandet wird.
Auch das Bundesgesundheitsamt warnt mit Hinweisen auf den Zigarettenschachteln und Tabak vor dem Tabakkonsum: „Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu“. Wie Apotheker Peter Floßmann weiß, ist es wissenschaftlich erwiesen, dass passives Rauchen sogar schädlicher sein kann als das aktive. Bis heute gebe es außerdem keinen wissenschaftlichen Nachweis für einen positiven Effekt durch das Rauchen. Hingegen könne Alkohol – in Maßen genossen – der Gesundheit sogar förderlich sein. Ebenso Kaffee, wie neueste Forschungen belegten.
Schrittweise wurde im Hinblick auf das Rauchen auch die Tabaksteuer erhöht. Angeblich soll so der volkswirtschaftliche Schaden für das Gesundheitssystem gemindert werden. Die Steuer liegt jetzt bei 73 Prozent des Kaufpreises und spült jährlich 14,3 Milliarden Euro in die Bundeskassen.
Apotheker Peter Floßmann, Inhaber der Marien-Apotheke Freising:
„Bei diesem Thema sind zwei schützenswerte Rechtsgüter gegeneinander abzuwägen: Das eine ist das Gemeinwohl und die Gesundheit von allen Bürgern, das andere ist das Recht auf persönliche Freiheit. Diese findet jedoch da ihre Grenzen, wo durch das Rauchen die Gesundheit von anderen gefährdet wird. Ein generelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit durchzusetzen halte ich für problematisch“.
Brigitte Kucinski, Schreibwarenhändlerin in der Freisinger Düwellstraße:
„Ob das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten werden kann, mag dahingestellt sein, aber das Rauchen zum Beispiel im eigenen Kfz zu verbieten, wie es jetzt diskutiert wird, halte ich für einen zu großen Eingriff in die persönliche Freiheit. Was das Rauchen vor den Supermärkten oder anderen öffentlich Gebäuden betrifft, sollte man den Rauchern eine Gelegenheit bieten, in einem Raum ihrer Gewohnheit nachgehen zu können“.

Ihre Kommentare

19.01.2012 12:42, Kempen
Rauchen im eigenen Auto ist so eine Sache!!! Ich bin selbst Raucherin, zweifel aber daran, dass nicht durch das Ausdrücken der Zigarette im Aschenbecher nicht minder als durch die Nutzung des Mobiltelefons abgelenkt werde. Was, wenn sogar die Glut herunterfällt? Auch schon alles vorgekommen und hat nicht wenige Auffahrunfälle verursacht! Da ist mir die persönliche Freiheit relativ egal, wenn das persönlich Leben gefährdet ist!

22.01.2012 12:36, Freising
Warum verbietet die Regierung die Werbung für Zigaretten und Taback nicht?

24.01.2012 12:53, Freising
Nachdem die zuständigen Behörden es noch nicht einmal schaffen das Rauchverbot in den Gaststätten durchzusetzen kann ich mir nicht vorstellen daß ein Rauchverbot vor öffentlichen Gebäuden etc. durchge-
setzt werden kann. Es wäre wünschenswert wenn die Raucher nicht un-
mittelbar vor den Eingängen stehen würden damit die Besucher nicht durch die stinkende Qualmwolke müssen.


30.01.2012 07:38, Freising
Haha, ich sehe täglich genug Leute mit Handy am Ohr vorbeifahren.
Verbieten kann man ja viel, wenn es nicht kontrolliert wird, ist das aber sinnlos. Wo ist denn die Polizei, wenn man sie mal braucht?
Zum Thema, Rauchen im Auto sollte selbstverständlich verboten sein, genau wie Essen und Trinken am Steuer. Sieht man leider auch oft genug, Fahrer mit Eis oder Burger in der Hand.


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