Den Dreck optimal genützt
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Forum Freising
Freising, 21.02.2012 12:00 |
 Sebastian Kreitmeier, Feuerwehrler, Stadtgärtner, Ortssprecher, und großer Freund der Moosburger Jugend, baut mal wieder: Diesmal eine Dirt-Bahn. Die Stadt Moosburg „entsorgt“ den Aushub, der beim Bau des neuen Abwassersammlers für die Neustadt anfällt, auf die denkbar beste Art und Weise. 250 Kubikmeter Erdaushub irgendwo zu lagern, das hätte auch richtig Geld gekostet. So aber wird ein toller Spielplatz daraus, oder besser, eine attraktive Fun-Sport-Anlage in der Nähe der Thalbacher Straße. Fast direkt vor der Haustür des früheren Bürgermeisters Anton Neumaier entstehen im kommenden Frühjahr Schanzen, Anlaufhügel, und mehr für die wilden Jungen, die mit ihren mächtig stabilen Rädern zeigen wollen, wie gut sie fahren können. Natürlich gibt es auch dafür einen englischen Ausdruck: Es entsteht ein „Dirt“, zu Deutsch: Dreck. Das ist wörtlich zu nehmen, denn Stürze, unfreiwillige Abstiege vom Rad, oder dergleichen, führen unweigerlich zu vermehrter Inanspruchnahme der heimischen Waschmaschine. Auf dem Gelände ist schon eine solche Anlage. Sebastian Kreitmeier, Stadtgärtner und ein großer Freund der Jugend, will mit besagtem Aushubmaterial die bestehende Bahn kräftig aufwerten, zugleich aber auch sicherer machen. Denn natürlich gibt es auch eine Kehrseite: Wer sich übernimmt, der kann auch böse hinfallen. Anton Neumaier kann ein Lied davon singen. Verzweifelte Jugendliche haben schon sein Telefon gebraucht, um den Notarzt zu verständigen. Kreitmeier wusste aber zu berichten: „Das war ein schon älterer, da hätte man mehr Hirn erwarten können.“ Dennoch bleibt sein Appell an die Nutzer, die Anlage dann nicht mehr groß zu verändern, denn Sicherheit gehe vor. Weil er selbst kaum noch mit einem Mountain- oder BMX-Rad die Hügel testen wird verlässt er sich auf den Sachverstand der späteren Benutzer. Den gibt es im Jugendparlament, das schon bei der ersten Sitzung nach der Wahl diese Dirt-Bahn als eins ihrer zentralen Projekte festgelegt hatte. Die Jugendvertreter werden jetzt mit den Männern der Stadtgärtnerei die Bahn abgehen, die Position der verschiedenen Hügel bestimmen, und dann geht es um die Ausgestaltung einer Bahn, die dann für Anfänger wie für Fortgeschrittene genügend Spielraum bieten soll. Denn das, was schon da ist, wird ja nicht weggeschoben. |
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